FRAGEN & ANTWORTEN

Entlang des 60. Breitengrad Süd im südlichen Ozean in Richtung Antarktis. Auf hoher See, außerhalb der Schutzzonen.

Im Zielgebiet, am 60. Breitengrad, werden bestimmte Regionen per Satellit gescannt. So erhalten wir auf schnelle und sehr umweltfreundliche Weise Informationen über Anzahl, Art, Größe und Bewegung von Eisbergen. Bevor es diese Möglichkeit gab, musste man sich mit einem Forschungsschiff auf eine lange Reise begeben, um die Nadel im Heuhaufen zu finden. Es gibt zwar Unmengen an Eisbergen, doch das Gebiet ist auch sehr groß. Daher kann es Wochen dauern, den richtigen Eisberg zu finden. Heute können wir das in wenigen Stunden.

Das Scannen erfolgt mittels verschiedener Analyse-Methoden der Satelliten. Wir erhalten nicht nur exakte Daten, sondern auch Nahaufnahmen von den Eisbergen. Im weiteren Analyseverfahren können wir sehr genau bestimmen, ob ein Eisberg z.B. große Risse aufweist. 

 

In dem Fall speichern wir die Daten, warten bis der Eisberg gebrochen ist und verwenden ihn gegebenenfalls zu einem anderen Zeitpunkt. Denn jeder Eisberg, der einmal gescannt wird, bleibt in unserer permanenten Beobachtung. Mit der Zeit entsteht so eine genaue Eisberg-Karte der Region. Relevante Daten geben wir auch an die Wissenschaft weiter.

Ein Eisberg „auf hoher See“, außerhalb von Wirtschafts- und Naturschutzzonen, gehört niemandem.
Ja. Wir verwenden ausschließlich langjährig erprobte Technologien.
Nein. Das Gebiet, in dem wir den Eisberg suchen, ist tausende KM von Ländern oder der Antarktis entfernt. Dieses Gebiet ist z.B. so weit von der Antarktis entfernt, dass es im Grunde nicht mehr viel damit zu tun hat. Das ist immer etwas missverständlich. Lediglich der Eisberg selbst kam einmal von der Antarktis und ist von dort abgebrochen. Ein klassischer Lebensraum, z.B. für Robben, ist er nicht mehr. Eisberge, die nachweislich einen Lebensraum darstellen, sind für uns auch keine Option.
Nein. Wir werden uns stets außerhalb jeglicher Schutzzonen aufhalten und auch keinen Versuch unternehmen, aus welchem Grund auch immer, uns in dem Punkt Freiräume zu erarbeiten. Dafür sehen wir auch keinen Grund. Mit einem Projekt wie POLEWATER wäre es nicht besonders schwer, diese Fragen aufzuwerfen. Nur sind wir der Meinung, dass es unmoralisch wäre, in diese Richtung eine Tür aufzustoßen. Es fahren schon genügend touristische Schiffe im Bereich der Antarktis umher. Dem müssen wir uns nicht anschließen und werden das auch nicht.
Derzeit gibt es keine Schiffe – oder besser gesagt Ankerziehschlepper – mit alternativen Antrieben. Daran sind wir natürlich sehr interessiert und verfolgen den Markt und die Entwicklung genau. Wir setzen allerdings in dem Bereich auf die modernsten, leistungsfähigsten und effizientesten Schlepper, die auf dem Markt sind. Effizienz und Sicherheit haben für uns höchste Priorität. Sicherheit, um die direkt beteiligten Menschen (z.B. Working Crew) zu schützen und Effizienz, um die Natur nicht zu belasten.
Die Art und Weise, wie wir vorgehen wollen, ja. Wir sind z.B. die ersten, die auf Space-Technologie setzen, um Eisberge zu finden und sie zu analysieren. Deshalb haben wir uns bereits 2013 mit dem Unternehmen Astrium (heute Airbus) zu diesen Themen ausgetauscht. Im Bereich der Eisbergsuche ist heute die Technologie von Airbus fester Bestandteil des POLEWATER-Konzeptes. Geht es um die Frage, ob wir die ersten waren, die auf die Idee kamen, Wasser aus Eisbergen zu gewinnen, dann sagen wir nein. Dieser Gedanke ist schon sehr alt und es haben sich bereits vor Jahrzehnten kluge Köpfe mit dem Themenkomplex beschäftigt. Sie waren ihrer Zeit jedoch weit voraus und konnten nicht auf die uns heute zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten zurückgreifen.

Um in der Welt etwas gegen Wassermangel zu unternehmen und einen starken, nachhaltigen Beitrag zu leisten. Wir sind der Auffassung, dass im Bereich Wassermangel nur zusätzliches Wasser eine Lösung ist.

 

Die terrestrischen Quellen immer weiter auszupressen und immer tiefer zu bohren, wird nicht helfen einen Ausgleich zu erzielen. Wir müssen auch bedenken, dass wenn eine große neue Quelle in einem Land gefunden würde, dieses Land (aus verständlichem Grund) nicht einfach ihr Wasser mit anderen Ländern teilt. 

 

Eisberge stellen indes eine neue, freie, konfliktfreie, und reine Wasserquelle dar. Die Idee vor vielen Jahrzehnten war brillant. Wenn die Umsetzung eines solchen Vorhabens dazu noch in unsere heutige, der Ökologie zugewandte Welt passt, ist es ein wundervoller Weg. Dafür treten wir an.

In jedem Bereich, der nötig und möglich ist. Umweltschutz hat für uns, wie mittlerweile für viele, einen hohen Stellenwert. Wir wollen leben, heute und morgen. In einer sauberen Welt. Dafür müssen wir etwas tun.

Das betrifft auch und vor allem Unternehmungen wie POLEWATER. Wir können und wollen auch nicht versuchen, ein Problem zu lösen und im Ergebnis dafür ein anderes größer zu machen. Wir können uns heute zwar über den Zertifikatehandel klimaneutral positionieren. Das ist aber zu kurz gedacht und langfristig keine Lösung. Unser Traum wären wasserstoffangetriebene Schlepper. Aber die gibt es leider noch nicht. 

 

In der Zwischenzeit kaufen wir dann doch Zertifikate und tun, was wir tun müssen. Beratung holen wir uns von NGOs. Wer weiß denn schon besser, was vertretbar ist als sie?!

Nein. Wassermangel ist ein globales Thema. Das schließt den afrikanischen Kontinent mit ein. Ein derartiges Projekt aber auf eine Region zu fokussieren, ist aus unserer Sicht weder zielführend noch zukunftsweisend.
Nein. Wir verwenden nur Tafeleisberge. Wie der Name andeutet, liegen diese Eisberge wie eine Tafel auf dem Wasser und haben eine wesentlich höhere Stabilität als Eisberge, die aussehen wie ein klassischer Berg mit Spitze. Bei zuletzt genannten besteht das Risiko einer Drehung, was die Transportphase sehr gefährlich macht.
Um den globalen Anforderungen gerecht zu werden, benötigt es verschiedene Produktionsstellen. Ausgehend vom 60. Breitengrad Süd, gibt es 3 Regionen, die für solche Produktionsorte geeignet sind – Südamerika, Südafrika und Australien. Wichtig ist, den Transportweg, von Eisbergaufnahme bis zu den Produktionsorten, möglichst kurz zu halten. Zudem ist es erforderlich, in Regionen mit noch kühlen Wassertemperaturen zu operieren, um ein kontrolliertes Abschmelzen zu erzielen. In Cape Town können wir darüber hinaus für den Projektstart auf eine ideale Infrastruktur zurückgreifen, die woanders zusätzlich geplant werden müsste. Das würde POLEWATER zusätzlich belasten. Mittel- bis langfristig, sieht das Konzept vor, weitere Produktionsstellen zu eröffnen.
Zur gegebenen Zeit werden wir eine Crowdfunding-Kampagne starten, um allen, die den Kurs von POLEWATER unterstützen, eine Teilhabe an dem Vorhaben zu ermöglichen und um in diesem Kontext eine aktive Mitwirkung zu fördern.
Nein. Wir verfolgen bewusst ein wirtschaftliches Konzept im Kontext eines Social Business. Daher können wir keine Spenden annehmen. Wir möchten auch nicht einfach Geld erhalten, ohne etwas dafür zu geben. Daher werden wir Im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne die Möglichkeit bieten, uns zu fördern.
Dieser Prozess wird schrittweise erfolgen. In der ersten Phase werden wir das Wasser via Waterbags in Häfen oder geeigneten Küstenregionen bereitstellen. Der weitere Transport wird mit den jeweiligen Regierungen und Hilfsorganisationen organisiert. Langfristig wollen wir den gesamten Verteilungsprozess bis zum Menschen organisieren. Dieser Verantwortung wollen wir uns nicht entziehen.
Grundsätzlich alle, die es benötigen und alle, die es haben wollen. Es wird keine Restriktionen geben, die bestimmte Gruppen einschränkt. Um für Ausgewogenheit zu sorgen, werden wir Kontrollen einführen, damit keine Gruppe, keine Region benachteiligt wird. Gleichheit und Gleichberechtigung der Nutzergruppen hat für uns hohe Priorität. Unser mehrstufiges Konzept berücksichtigt allerdings die Stufe der Notlage und die eigene Leistungsfähigkeit. Daher werden wir uns in Phase 1 (kurzfristig) auf Krisengebiete konzentrieren, in Stufe 2 (mittelfristig) auf besonders brisante Regionen und in Stufe 3 (langfristig) auf alle Not leidenden Regionen.

Die Region um den 60. Breitengrad, Süd ist quasi der Gefrierschrank für das Wasser. Für unser Vorhaben sind das tolle Ausgangsbedingungen. Würden wir das Wasser vor Ort gewinnen, müssten wir (bildlich gesprochen) versuchen, inmitten eines Gefrierschranks eine Packung Spinat aufzutauen. 

 

Die Energie, die dafür benötigt wird, müsste sehr hoch sein, um die Kälteenergie des Gefrierschranks und des Spinatblocks zu überwinden. Permanent und kontinuierlich. Eine solche Vorgehensweise benötigt Unmengen an Energie und verursacht einen erheblichen CO2-Ausstoß. 

 

Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die benötigte Energie erst einmal an Ort und Stelle gebracht werden muss. Wir treten an, um Wasser aus Eisbergen zu gewinnen – nicht zwangsweise um als Logistiker von Eisbergen Geschichte zu schreiben. Heute ist dies unser Weg. Morgen wird es vielleicht andere Methoden geben. Daran werden wir auch arbeiten.

Unsere Ziel-Ausgangsgröße entspricht ca. einem Fußballfeld in großer Auslegung – bis zu 10.000 qm in der Fläche. 10 – 15 Meter ragt der Eisberg aus dem Wasser. 90% der Eismassen befinden sich unter Wasser, da geht es nochmals ca. 90 – 135 m in die Tiefe. Die Gesamthöhe entspricht ca. einem Drittel des Eifelturms.
Der Eisberg wird nicht über alle Distanzen geschleppt. Die Kraft der Schlepper wird benötigt um den Eisberg in eine günstige Strömungslage zu manövrieren, oder um aus einem Strom in einen anderen zu gelangen. Über 80% der Strecken nutzen wir für den Transport die Meeresströmungen aus. Ganz natürlich, ohne weiteren Einsatz von Energie. Die Schlepper haben die Aufgabe, in diesen Transportphasen für einen kontrollierten und sicheren Transport zu sorgen.
Je nach Größe des Eisbergs, seiner Formgebung unter Wasser, Jahreszeit und Wetterbedingungen, zwischen 20 und 30 Tage. Ziel ist es, diesen Zeitraum möglichst kurz zu halten und langfristig kürzer zu gestalten. Nicht durch mehr Einsatz von Energie, sondern durch ein stetig effizienteres Routing und anderer Größen.
Nein. Wir werden Eisberge ausschließlich außerhalb jeglicher antarktischen Schutzzonen, weit weg vom antarktischen Festland, am 60. Breitengrad, Süd, suchen und nutzen.
Das ist nicht sinnvoll. Von einer gewissen Warte betrachtet operieren wir ebenfalls mit einem Mega-Eisberg, doch ist unsere Zielgröße im Vergleich zu anderen Ansätzen deutlich kleiner. Zu Beginn konzentrieren wir uns auf eine Masse von ca. 4 Mio. Tonnen. Das wird die Maximalgröße darstellen. Langfristig ist das kein Weg. Dimensionen von 10 bis 100 Millionen Tonnen stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Der Einsatz der benötigten Energie, um solche Massen zu bewegen und zu sichern, kann als umweltschädlich betrachtet werden.

Der Eisberg wird kontrolliert abgebremst und anschließend verankert. Das ist im ganzen Projekt beinahe die
wichtigste Phase. Würden wir den Eisberg nicht entsprechend sichern, könnte er unkontrolliert in Richtung Küstetreiben und auflaufen. Aufgrund der Tiefe würden dadurch starke Beschädigungen des Meeresbodens verursacht. 

Im Klartext: Die Umwelt würde geschädigt. Zudem löst eine derartige Masse starke Wellenbewegungen aus. Für dicht besiedelte Küstenabschnitte würde das zu einem Sicherheitsproblem führen. Das ist alles keine Option, obwohl wir derartige Ideen bereits hörten. Es geht um Sicherheit, Umweltsicherheit. 

Deshalb starteten wir eine Zusammenarbeit mit dem IWES Fraunhofer-Institut, zur Forschung und Entwicklung eines umweltfreundlichen Verankerungssystem.

Nein, da wir weit weg von der Küste operieren, uns außerhalb von Schifffahrtslinien bewegen und den Eisberg wie eine Bohrinsel oder ein großes Schiff auf hoher See sichern. Sicherheit ist hier nicht nur das oberste Gebot, es steht in jedem Bereich über allem.

Die Gewinnung des Wassers erfolgt über einen mehrstufigen Prozess. Zum einen bildet sich auf Tafeleisbergen mit der Zeit ein See, aus dem das Wasser kontinuierlich abgepumpt wird. 

Zum anderen kalbt (Eisbrocken brechen ab) der Eisberg nach und nach von außen nach innen ab. Die ins Meer stürzenden Eisbrocken werden gesammelt und kontrolliert abgeschmolzen. 

Das gesamte Wasser durchläuft jetzt die Analyse. Hierfür wurde eigens eine schwimmende Waterstation entwickelt, die in hoher Geschwindigkeit jeden Tropfen Wasser analysiert und filtert, bevor es in die Waterbags gepumpt wird. Die Waterbags dienen als Lager- und Transporteinheiten.

Die Gewinnung des Wassers erfolgt über einen mehrstufigen Prozess. Zum einen bildet sich auf Tafeleisbergen mit der Zeit ein See, aus dem das Wasser kontinuierlich abgepumpt wird. Zum anderen kalbt (Eisbrocken brechen ab) der Eisberg nach und nach von außen nach innen ab. Die ins Meer stürzenden Eisbrocken werden gesammelt und kontrolliert abgeschmolzen. Das gesamte Wasser durchläuft jetzt die Analyse. Hierfür wurde eigens eine schwimmende Waterstation entwickelt, die in hoher Geschwindigkeit jeden Tropfen Wasser analysiert und filtert, bevor es in die Waterbags gepumpt wird. Die Waterbags dienen als Lager- und Transporteinheiten.

Ja, durch den Verkauf des Wassers. Einen Teil werden wir als Bottled Water anbieten. Mit den Einnahmen
finanzieren wir das gesamte Vorhaben. Ohne Geld geht es nunmal nicht. Des Weiteren können Länder
das Wasser in großen Volumen kaufen. In dieser Situation fungieren wir dann wie ein Wasser-Lieferdienst nur liefern wir Waterbags in Häfen, anstatt Wasserkästen in die 5. Etage. 

Mit dieser Vorgehensweise ermöglichen wir den Ländern, nur für das zu zahlen, was sie auch bestellen. Für Wasser. Sie müssen nicht in milliardenschwere Technologie und große Mengen Energie investieren. 

Das senkt Investitionen, reduziert Aufwand und Zeit – es muss nicht erst etwas gebaut werden, bis man Wasser bekommt. Wir liefern es sofort.

Und es reduziert Co2 in den Ländern, die sich dafür entscheiden. Wir verstehen es nur als moderne,
umweltfreundliche und wirtschaftliche Zusatzmöglichkeit um Wasser zu bekommen. Mit uns muss auch kein
Land Dreiecksgeschäfte eingehen. Es gibt keine politische Verpflichtung. Es ist frei.

Katastrophengebiete werden kostenneutral unterstützt. Notleidende Regionen, die keinerlei wirtschaftlichen
Spielraum haben, werden in Zusammenarbeit mit NGOs unterstützt.

Weil wir der Auffassung sind, nur so langfristig bestehen zu können. Wir verfolgen nicht das Konzept der
Abhängigkeit von Spenden. Um Jahr für Jahr der Welt da draußen zu schmeicheln, um Geld zu bekommen.
Und wenn das Geld weg ist, geht die Schmeichelei weiter. Wir gründen auch keine gemeinnützige Firma, um
neben dem sozialen Anstrich schlichtweg nur Steuern zu sparen. 

Wir verstehen uns als klares Social Business. Wir sind Dienstleister mit einer guten Dienstleistung – und die darf und muss einen Preis haben. Nur so können wir uns unabhängig und stark aufbauen. 

Wir wollen Menschen beteiligen und ihnen die Möglichkeit geben zu partizipieren.

In der Anfangs- und Entwicklungsphase werden signifikante Investitionen notwendig. Sicherheit,
Umweltschutz, moderne und neue Wege kosten viel Geld. Wir müssen daher die Möglichkeit haben, dass
Menschen in POLEWATER investieren können und sie die Sicherheit ihres Investments haben.

Noch Fragen? Dann freuen wir uns, wenn du uns noch weitere Fragen stellst, die wir dann gern in die Liste der FAQs aufnehmen. Damit wir wissen, was dich bewegt und wir dies mit der Community teilen können.

 

Sende deine Frage(n) einfach an fragen@polewater.com.

Natürlich bekommst du deine Frage zuerst beantwortet und musst sie dir nicht aus der Liste raussuchen.